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13 Mai 2007

Muttertag - einst und jetzt!

Beim Blättern in alten Fotoalben fielen mir die Aufnahmen vom Muttertag 1988 in die Hände:

Helga war ein halbes Jahr alt und Hansi - als tüchtiger großer Bruder - übernahm die Zubereitung des Muttertagsfrühstücks.



Mittlerweile haben wir schon viele Muttertage gemeinsam gefeiert - und jeder war für mich ein besonderer Tag!

Mögen viele den Muttertag kitschig oder unnötig finden - jede Gelegenheit, mit der Familie gemeinsam zu feiern ist für mich wichtig und schön - und daher möchte ich auch weiterhin auf den "altmodischen" Muttertag nicht verzichten!

Muttertag 2007

11 Mai 2007

Kolumbus war auch auf Madeira


Christoph Kolumbus beschäftigte sich u. a. mit Seehandel.
1478 fuhr er zum ersten Mal nach Madeira, um für einen in Lissabon lebenden Geschäftsmann genue­sischer Abstammung Zucker einzukaufen. Hier lernte er Filipa Moniz kennen - die Tochter des ersten portugiesischen Gouverneurs auf der Nachbarinsel Porto Santo - die er etwa ein Jahr später heiratete. Dadurch hatte er Zugang zu den höheren Kreisen der portugiesischen Gesellschaft. Kolumbus lebte vermutlich von 1479 bis 1484 auf Porto Santo, wo er möglicherweise den Plan für eine Westfahrt erarbeitete. 1492 entdeckte er die Bahamas-Insel Guanahani (das heutige San Salvador) und damit nicht den erhofften indischen, sondern den amerikanischen Kontinent.
Bis zu seinem Tod am 20. Mai 1506 im spanischen Valladolid glaubte Kolumbus jedoch unbeirrt daran, den westlichen Seeweg nach Indien gefunden zu haben ...

10 Mai 2007

Kurzbericht von der mittelatlantischen Vulkaninsel

Bereits die Ankunft in Funchal ist ein Erlebnis: Früher war der Flughafen von Madeira gefürchtet (wegen der kurzen Landebahn, die nicht immer ausreichte für eine trockene Landung), doch mittlerweile ist die Landung in Madeira keine 'Zitterpartie' mehr! Seit September 2000 besitzt der Interkontinentale Flughafen Madeira eine erweiterte Landebahn mit 2781 m Länge, die aus zwei Flugrichtungen angeflogen werden kann und jeder Passagierflugzeugtyp kann jetzt hier landen.
Diese erweiterte Landebahn lagert auf Betonpfeilern mit einer Länge von 120 m – jeweils 60 m über und unter dem Meeresspiegel. Dieses "Stelzenbauwerk" an der Meeresküste war absolut bemerkenswert

Siehe Fotos!


Die Insel Madeira ist ein braunschwarzer Lavafelsen mit von wilder Brandung umtoster Steilküste, aber man ist sofort bei der Ankunft überwältigt von den üppigen Gärten und der allgegenwärtigen überschwänglichen Blütenpracht. In der Hauptstadt Funchal findet man traumhafte Parks mit den schönsten Pflanzen. Die Markthalle lockt alle Touristen zum Einkauf jener Gewächse, die auf Madeira als meterhohe Bäume gedeihen und in den heimischen Breiten
üblicherweise nur Bonsai-Format erleben ...
Als Österreicher muß man natürlich auch besichtigen, wo einst die Habsburger gewesen sind und daher ging es auch gleich mit der Seilbahn von Funchal auf den Berg hinauf nach Monte.


Der Ausblick verlangte Nervenstärke, denn der dortige Straßenbau hat wenig Ähnlichkeit mit dem uns vertrauten.
In den österr. Alpen gibt es sicher nicht diese Steigungen und die unerndlich langen Tunnels durch die Felsen.

Oben angekommen besichtigten wir die Kirche Nossa Senhora do Monte in Monte, wo der Sarkophag mit den sterblichen Überresten des letzten Habsburger Kaisers steht.
Kaiser Karl I., ein Großneffe Kaiser Franz Josephs 1., bestieg nach dem Tode seines Onkels, des eigentlichen Thronfolgers Franz Ferdinand, der am 28. Juni 1914 in Sarajewo einem Attentat zum Opfer fiel, am 21. Dezember 1916 als Kaiser von Österreich und König von Ungarn den Thron. In seine nur zweijährige, glücklose Regierungszeit, mit der die Ära der habsburgischen Regenten endete, fiel das Ende des Ersten Weltkriegs; in der österreichischen Innenpolitik gelang es ihm nicht, entscheidende Reformen in Angriff zu nehmen. Nachdem er zwei Versuche unternommen hatte, die Monarchie in Ungarn wieder herzustellen, wurde er nach Madeira verbannt. Hier starb der letzte Habsburger auf dem Kaiserthron am 1. April 1922 an einer Lungenkrankheit. 2004 wurde der Ex-Monarch selig gesprochen.

Ein etwas anderes Verkehrsmittes sind die Korbschlitten, mit denen man von Monte hinunter nach Funchal fahren kann. 2 nebenher laufende Schlittenfahrer steuern und bremsen mit Seilen dieses einzigartige Transportmittel.

Eine weitere österreichische Regentin war einmal in Madeira zu Besuch - Elisabeth I. - verheiratet mit dem österreichischen Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn. Rastloses Umherreisen kennzeichnete ihr Leben. Eine dieser Reisen führte sie 1860 auch nach Madeira, wo sie kränkelnd ankam. Sie bewohnte ein halbes Jahr lang die Quinta das Angustias, die auf dem Gelände der heutigen Quinta Vigia, nunmehr Amtssitz des Präsidenten der Regionalregierung, stand. Das milde Klima der Atlantikinsel sorgte für eine Besserung ihrer Beschwerden.